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Deutsche in Brasilien

Auf fünf bis sechs Millionen schätzen Fachleute die Zahl der deutschstämmigen Brasilianer. Die meisten von ihnen leben in den beiden südlichen Bundesstaaten Santa Catarina und Rio Grande do Sul sowie im stark industrialisierten Großraum Sao Paulo. Einer der ersten Deutschen in Brasilien war Hans Staden, der 1549 nach einem Schiffbruch in die Hände der gefürchteten Tupinambá-Indianer geriet, aber sein Leben retten konnte. Zurückgekehrt nach Deutschland schrieb er darüber das Buch „Die wahrhaftige Historie der wilden, nackten, grimmigen Menschenfresser-Leute“, das mehrmals aufgelegt wurde. Johann Moritz Graf von Nassau war der bekannteste Deutsche im Brasilien des 17. Jahrhunderts. Als Statthalter der Holländisch-Westindischen Kompagnie in Pernambuco residierte er in Recife und holte deutsche Künstler, Architekten und Naturforscher ins Land. Erzherzogin Leopoldine von Österreich, verheiratet mit Kronprinz Pedro und spätere Kaiserin Brasiliens, war die treibende Kraft beim Ringen um die Unabhängigkeit von Portugal. Leopoldine warb weitere Siedler aus Europa an. 1824 landeten deutsche Handwerker und Bauern in Rio Grande do Sul, wo sie den nach der Kaiserin benannten Ort Sao Leopoldo gründeten. Dieses Ereignis gilt als Beginn der organisierten Einwanderung der Deutschen nach Brasilien. Zum 100. Jahrestag, 1924, wurde in Sao Leopoldo das große Einwandererdenkmal errichtet.

Blumenau und Pomerode

Oktoberfest in Blumenau, BrasilienOktoberfest in Blumenau, Brasilien

Um 1830 zählte man schon rund 10.000 deutsche Einwanderer, die vor allem aus Pommern, Sachsen, Westfalen und dem Sudetenland, später auch aus dem Rheinland, von der Mosel und aus dem Hunsrück kamen. Viele fanden ein gutes Auskommen als Handwerker, Maurer, Zimmerleute aber auch als Kaufleute oder Ärzte. Im Staat Santa Catarina entstanden die Orte Blumenau (1850), gegründet von dem aus dem Harz stammenden Apotheker Dr. Hermann Blumenau, Joinville (1851) und Pomerode. In Blumenau gründeten die Brüder Hering aus Chemnitz eine Trikotagenfabrik, die zur größten Brasiliens wurde. Heute ist die Stadt vor allem bekannt durch Südamerikas größtes „Oktoberfest“. Einwanderer aus Tirol gründeten 1933 die Kolonie Dreizehnlinden (Treze Trilias), die heute ihr Tiroler Erbe bewusst pflegt und einer der attraktivsten Touristenorte Brasiliens ist.

1852 erschien Brasiliens erste deutsche Zeitung, „Der Kolonist“. Um 1900 erlebte die deutschsprachige Presse mit mehr als 60 Zeitungen ihre Blütezeit. Heute spielt nur noch die Wochenzeitung „Brasil-Post“ eine Rolle. Zäsuren brachten der Erste und vor allem der Zweite Weltkrieg, in den Brasilien 1942 eintrat. Deutsche Zeitungen wurden verboten. Rund 2.000 deutsche Privatschulen wurden geschlossen, die Gebäude beschlagnahmt, die deutschen Vereine aufgelöst. Deutsch zu sprechen war in der Öffentlichkeit bei Strafe untersagt, Verhaftungen waren an der Tagesordnung.

Erst in den 1950er Jahren besserte sich die Situation wieder. 1952 erwarben 500 donauschwäbische Flüchtlingsfamilien mit Schweizer Hilfe Land in der Provinz Paraná. Sie gründeten die Siedlung Entre Rios, eine der erfolgreichsten deutschen Kolonien in Brasilien, zu der auch eigene Schulen und ein modernes Krankenhaus gehören. Die „Cooperativa Agraria Mista“, in der sich die donauschwäbischen Bauern zusammengeschlossen haben, ist heute einer der bedeutendsten brasilianischen Weizenproduzenten. Mit der in Entre Rios angebauten Gerste wird Brasiliens größte Mälzerei betrieben. Wirtschaftlich erfolgreich sind auch die von rußlanddeutschen Mennoniten gegründeten Siedlungen Witmarsum, Waldheim und Gnadental. Auf Einladung der brasilianischen Regierung eröffneten viele deutsche Unternehmen Niederlassungen im Großraum Sao Paulo. Autofabriken und Zulieferbetriebe entstanden. Seit Ende der siebziger Jahre nennt man Sao Paulo deshalb auch die „größte deutsche Industriestadt außerhalb Deutschlands“. Vor einigen Jahre, am 25. Juli 2004, wurde in Brasilien ein besonderes Jubiläum gefeiert: 180 Jahre deutsche Einwanderung.

 

 


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