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Spurensuche

Wie David Kraatz aus Australien die Spuren seiner Vorfahren in der Uckermark fand

 

„Komm nach Deutschland, David! Wir gehen gemeinsam auf die Suche nach den Spuren deiner Vorfahren.“ Womöglich war es mein Angebot, das David Kraatz, einen 45-jährigen Australier, motiviert hatte, sein ganz großes, schon immer heiß ersehntes Abenteuer anzupacken. Doch zunächst zurück ins Jahr 1980. Alles hatte seinen Anfang genommen, als der Zufall David das Buch „The history of the Kraatz family“ in die Hände spielte. Schon als Student für Geschichte und Archäologie hatte er sich für die Wurzeln seines deutschen Familiennamens Kraatz interessiert. Das Buch ermöglichte es ihm, die Lebenswege seiner Vorfahren nachzuvollziehen. Bestehend aus einem Erzählteil und einem Stammbaum-Verzeichnis beschreibt es die Geschichte der Kraatz-Familie zurück bis in das Jahr 1701.

Ihre Auswanderung aus Deutschland im Jahr 1860, als Gottfried Kraatz mit Frau und Kind die Uckermark verließ und sich auf den langen beschwerlichen Weg nach Australien machte, wird ebenso beschrieben wie das harte Leben der deutschen Einwanderer in Australien. Mit Davids Großvater verliert sich die Spur. Das Buch beantwortete viele Fragen, die sich David schon immer gestellt hatte. Bis auf eine: „Habe ich noch Verwandte in der Uckermark, der Heimat meiner Vorfahren von vor über 150 Jahren?“

Reise ins Land der Vorfahren

Ich lernte David während meines Praktikums in Australien kennen. Im Ministerium für Regionalplanung und lokale Verwaltung in Rockhampton im Bundesstaat Queensland waren wir Kollegen. Bald freundeten wir uns an und David erzählte mir häufig mit leuchtenden Augen und stolzer Miene von seinen deutschen Wurzeln. Seinen Traum, das Land seiner Vorfahren zu bereisen, offenbarte er mir kurz bevor ich im Juli 2005 nach Ende des Praktikums Rockhampton verließ.

David Kraatz auf SpurensucheDavid Kraatz aus Rockhampton, Australien, auf Spurensuche im Land seiner Vorfahren.
Foto: Julian Schuppe

Ich hatte nicht erwartet, dass mich David wirklich beim Wort nehmen würde. Aber er ließ nicht locker und nach einem Jahr regem E-Mail-Kontakt war es soweit. Der Australier mit deutschen Vorfahren hatte seinen Flug nach Europa gebucht. Er brannte darauf, Deutschland und besonders die Uckermark zu sehen. Wir hatten Sommerferien und ich konnte David durch das Land seiner Vorfahren begleiten. Dies stellte sich als sehr vorteilhaft heraus, da die Sprachbarriere für den Australier hoch war. Denn „Guten Morgen“ und „Guten Tag“ waren für sein Unterfangen, mögliche Verwandte in der Uckermark zu finden, nicht ausreichend.

Unsere Reise begann in Bayern und führte uns zunächst nach Thüringen, in den Harz und nach Quedlinburg. Dort planten wir unser weiteres Vorgehen. Eine wertvolle Hilfe war uns dabei das Buch über die Geschichte der Familie Kraatz, das David mitgebracht hatte. Einer Schatzkarte gleich sollte es uns durch die Uckermark und ans Ziel führen. Zunächst jedoch war unser Forscher-, Entdecker- und Organisationstalent gefragt. Abwechselnd studierten wir Landkarten von Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern und die Ortsbeschreibungen oder landkartenähnliche Darstellungen in Davids Buch. Wo waren die Zusammenhänge, welche Orte von damals existieren noch heute? Bald hatten wir einen Plan für die nächsten drei Tage, der uns einen Schritt näher an das Geheimnis der Kraatz-Vorfahren bringen sollte.

Verlassene Dörfer, alte Friedhöfe

Auf unserem Weg von Quedlinburg in die Uckermark lagen drei Dörfer mit dem Namen Kraatz vor uns. Wir besuchten zuerst das fast verlassene Dorf Kraatz in der Altmark. An der Kirchentür des nur zehn Häuser zählenden Straßendorfes fanden wir Informationen zur Geschichte des Dorfes, das, wie sich herausstellte, schon im Jahr 1327 durch einen Ritter Namens Kraatz gegründet worden war. Einen Verweis in Davids Buch gab es nicht. Erst das Kraatz-Dorf in der Uckermark war im Buch genannt. Mittlerweile hatten wir unser Quartier in einer Jugendherberge in Mirow aufgeschlagen, von wo aus wir das zweite Kraatz-Dorf voller Tatendrang erforschten. Wie im Buch beschrieben, stand auf dem Dorfplatz eine sehr alte Linde. Auf dem Friedhof fanden wir einige Gräber mit dem Namen Kraatz. „Hier leben schon lange keine Kraatzes mehr“, erzählte uns eine Frau aus dem Dorf. Wir wussten, dass wir weiter suchen mussten. Nachdem wir auch im dritten Kraatz-Dorf an der Oberhavel vergeblich nach Hinweisen nach verstorbenen oder lebenden Kraatz-Familienmitgliedern gefahndet hatten, richtete sich unsere Hoffnung auf einige im Buch erwähnte Dörfer rund um die beiden Uckerseen. Suckow, Stegelitz und Grüneberg rückten nun in unser Visier.

Es war 16 Uhr nachmittags, als wir Suckow passierten. Ein älteres Ehepaar, das gerade im Garten arbeitete, gab uns hilfsbereit und geduldig Auskunft auf unsere Fragen, ob es denn noch Kraatzes in der Umgebung gäbe und ob sie hier noch welche kenne. Und zu unserer Freude war ihnen der Name nicht nur ein Begriff, sie kannten sogar wirklich mehrere Lebende aus der Kraatz-Familie, darunter eine Frau, deren Mädchenname Kraatz gewesen war. Nun hatten wir einige Telefonnummern. Als wir wieder ins Auto stiegen, hatten wir noch nicht den blassesten Schimmer, dass uns hier der Zufall Informationen in die Hände gespielt hatte, die es uns möglich machen sollten, David einen lang und heiß ersehnten Traum zu erfüllen.

Der Traum erfüllt sich

Treffen in SchwedtTraum erfüllt: Urenkel-Treffen in Schwedt
David und ich hatten nun die Möglichkeit, die Telefonnummern auszuprobieren. „Guten Tag. Hier ist David Kraatz, haben Sie Englisch?“ Das waren Davids erste Worte, die er an Ingrid Jüttner, geborene Kraatz, richtete. Als Dolmetscher übernahm ich dann den Telefonhörer. „Können Sie sich noch an den Namen Ihres Urgroßvaters erinnern?“ fragte ich. „Ja“, meinte sie nach kurzem Zögern. „Er hieß Karl-Friedrich Kraatz.“ David war fassungslos. Er kannte den Namen aus dem Stammbaum seines Buches! Die Verbindung war jetzt sonnenklar: David Kraatz’ Urgroßvater Gottfried war der jüngere Bruder von Ingrids Urgroßvater Karl-Friedrich Kraatz. Zwei Tage später konnte David überglücklich die europäische Seite seiner Familie bei einem Treffen in Schwedt kennenlernen. Vor 146 Jahren hatten sich die Wege der Familienmitglieder Karl Friedrich Kraatz und Gottfried Kraatz getrennt. Im September 2006 trafen - geleitet von Zufällen und Ahnenforscherdrang - ihre Urenkel wieder zusammen.

 

Julian Schuppe

 


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